Lousy Pennies von Spotify, Amazon und Apple Music: So wenig verdienen Newcomer beim Streaming


Musik-Streaming boomt. Für etwa zehn Euro kann man Millionen von Songs hören und das macht mittlerweile fast jeder, auch wir. Doch während Anbieter wie Spotify, Apple Music, Amazon Music oder Deezer jubeln, klagen Teile der Musikbranche über schlechte und ungerechte Bezahlung: Trotz teilweise mehreren Millionen Streams können viele Musikerinnen und Musiker nicht von ihrer Kunst leben.

Weil während der Corona-Pandemie auch Einnahmen aus Konzerten ausgeblieben sind, gerieten vor allem Newcomer an ihre finanzielle Grenzen. Viele müssen nebenher jobben – in Bars, im Callcenter oder am Bratwurststand.

Laut dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) verdienen Künstler und Bands durchschnittlich 0,3 Cent pro Stream auf einer Plattform wie Spotify. Das ist vor allem für Newcomer oder Nischen-Musiker ein großes Problem.

Wahrhaftig ein Lied davon singen kann der Leipziger Indie-Musiker Simon Graupner (25), der sich unter dem Künstlernamen Shelter Boy mittlerweile eine Fan-Base erarbeitet hat. Auf Spotify haben seine beliebtesten Tracks mehrere Millionen Streams – davon kommt aber kaum etwas bei ihm in der Geldbörse an.

Wie funktionieren die Ausschüttungs-Modelle der großen Streaming-Anbieter? Wie wenig Geld landet am Ende wirklich bei den Artists und wer profitiert stattdessen?

Ein MDR-Team hat die  Indie-Hoffnung Shelter Boy auf Tour und bei seinem Bar-Job besucht, war bei einer Probe von Pop-Newcomerin Emma Philine dabei und hat mit und Kennern der Musik-Branche geklärt, was beim Streaming eigentlich schiefläuft und welchen Einfluss wie als Hörerinnen und Hörer auf eine faire Entlohnung unserer Lieblingsartists haben.

Das sagt Kiss-Bassist Gene Simmons zum Thema Streaming.

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