Jeder Fünfte folgt Online-Influencern in sozialen Netzwerken


Fast jeder zweite Social-Media-Nutzer (49 Prozent) hat schon einmal vom Begriff Influencer gehört oder gelesen. Und jeder Fünfte (20 Prozent) folgt selbst den Social-Media-Stars. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist es sogar fast jeder Zweite (44 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Als Influencer werden Menschen bezeichnet, die in den sozialen Netzwerken über eine hohe Präsenz mit vielen Fans verfügen und in der Regel mit einem bestimmten Themenschwerpunkt über Marken berichten und Produkte präsentieren. „Influencer gehören heute zur digitalen Welt. Sie nehmen ihre Fans mit durch ihren Alltag, auf Reisen oder Partys und verfügen als Social-Media-Stars über enorm viel Reichweite“, sagt Linda van Rennings, Social-Media-Expertin beim Bitkom.

Influencer haben aber auch eine große Verantwortung gegenüber ihren Followern, weil sie direkt mit ihnen kommunizieren und so Einfluss üben können.

Viele erfolgreiche Influencer verdienen ihr Geld damit, für Marken, Produkte oder Unternehmen zu werben. So haben vier von zehn Social-Media-Nutzern (42 Prozent) schon einmal Produktplatzierungen oder gesponserte Beiträge von Influencern in den sozialen Netzwerken wahrgenommen. Bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren sind es sogar sieben von zehn (71 Prozent), die Werbung von Influencern gesehen haben. 9 Prozent der Social-Media-Nutzer geben an, schon einmal ein Produkt auf Empfehlung eines Influencers gekauft zu haben. „Für Werbung gelten klare Regeln, etwa dass bezahlte Werbung auch als solche kenntlich gemacht werden muss. Das sollte auch für Influencer selbstverständlich sein“, so van Rennings.

9 von 10 Social-Media-Nutzern, denen der Begriff Influencer bekannt ist (92 Prozent), wissen, dass diese ihr Geld damit verdienen, für Produkte zu werben. Drei Viertel (76 Prozent) haben außerdem das Gefühl, werbefinanzierte Beiträge von Influencern hätten zugenommen. Nur jeder Vierte (26 Prozent) betrachtet Produktvorstellungen von Influencern nicht als Werbung. Van Rennings: „Soziale Netzwerke sind zu einem riesigen Marktplatz für Produkte geworden: Das ist vielen Social-Media-Nutzern bewusst. Sie lassen sich nicht blenden, sondern reflektieren, was sie online sehen.“

Weitere Informationen unter: bitkom.org

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