Luxus im Abo: Warum wir Dinge in Zukunft lieber leihen als sie zu besitzen


Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ein Produkt und seine Services nur zu leihen, anstatt sie dauerhaft zu besitzen. Auch in Deutschland wird die sogenannte Subscription Economy, die Abo-Modelle anbietet, immer beliebter. Das zeigt die Living-2038-Studie von QVC.

Ob es unsere Lieblingsserie ist oder die Lieblingssongs: Medien nur zu nutzen, ohne sie besitzen zu müssen, ist für uns inzwischen ganz normal. Meterlange DVD- oder Plattenregale zieren immer weniger Wohnzimmer. Netflix, Spotify & Co. sind dabei aber nur der Anfang. Digitale Services, über die sich Produkte und Dienste abonnieren lassen, erleben derzeit einen wahren Boom. In den USA wuchs der Markt für Subscription-E-Commerce in den vergangenen fünf Jahren um 100 Prozent.(1)

In den kommenden Jahren wird dieser Trend auch Bereiche wie Mode und Mobilität prägen. Zu diesem Schluss kommen die Experten der QVC Studie “Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?”. “Wer leiht statt kauft, kann sich einen gewissen Luxus in sein Leben holen. Mit dem feinen Unterschied, dass Designer-Kleid und Limousine eben nur für einen Abend ausgeführt werden”, sagt Studienleiter Prof. Peter Wippermann. Fast ein Drittel aus der Generation Z kann sich laut der QVC Studie vorstellen, künftig Services zu nutzen, die Kleidung gewaschen und gebügelt zu ihnen nach Hause bringen – ohne sie kaufen zu müssen.

Subscription Economy: Flexibel und komfortabel

Die US-Plattform Rent The Runway bietet bereits Designerkleidung und Accessoires an, die die Nutzerinnen nach Gebrauch zurückschicken können. Neun Millionen Mitglieder hat das “Netflix der Haute Couture”. Girl Meets Dress, das Pendant in England, verwandelt Frauen ebenfalls temporär in Fashion Queens. Die Boutique Lena in Amsterdam wiederum versteht sich als “Mode-Bibliothek”. Ab 25 Euro Monatsgebühr gibt es dort Zugang zu einer endlosen Auswahl gehobener Kleidungsstücke.

Längst haben weitere Branchen das Abo-Modell für sich entdeckt. Autohersteller wie Volvo, Mercedes oder BMW bieten das Auto per Smartphone-Abo an – mit allen dazu benötigten Services wie Wartung und Versicherung. Wer will, wechselt zwischendurch das Modell. Langfristig gesehen lassen sich die Wagen so leichter von verschiedenen Fahrern nutzen. Das überzeugt vor allem Jüngere: 46 Prozent der Generation Z können sich laut der Living-2038-Studie vorstellen, Fahrzeuge mit anderen zu teilen.

“Unsere täglichen Bedürfnisse werden individueller und Abo-Modelle passen sich flexibel an”, erklärt Prof. Wippermann. “Dass sich Dinge nicht abnutzen, sondern einfach ersetzen lassen, ist nicht nur komfortabel. Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, kann so auch immer wieder neue Errungenschaften präsentieren.”

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.