Studie: So wichtig sind Kundenbewertungen für Konsumenten


Eine globale, branchenübergreifende Studie zu Kundenbewertungen zeigt: In Sachen Rating-Strategien herrscht Nachholbedarf. Unternehmen sollten den Einfluss von Produktbewertungen auf die Konsumenten – und damit auf die Markenbildung, den Absatz und die Preisgestaltung – nicht unterschätzen.

54 Prozent der Unternehmen halten Produkt-Ratings von Kunden für sehr wichtig; für 29 Prozent sind sie immerhin noch relativ wichtig. 17 Prozent sind der Meinung, dass Ratings überhaupt nicht wichtig sind bzw. noch keine Rolle spielen. Das sind die Ergebnisse der Studie “Trend Radar 2019 -The Rating Economy” (Teil 2 / Unternehmensbefragung)* der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

Auch wenn die Bedeutung von Ratings dem Großteil der Unternehmen bewusst ist, scheint noch nicht klar zu sein, wie sie mit diesem Trend umgehen sollen: Nur 15 Prozent der Befragten haben bereits eine Strategie, um ihren Kunden das Bewerten von Produkten einfacher zu machen. 16 Prozent haben eine Strategie, um bessere Kundenbewertungen zu erhalten. Immerhin 28 Prozent haben bereits einen ersten Entwurf einer Strategie, der aber laut eigenen Aussagen noch weiteren Feinschliff benötigt.

“Dass Produkt-Ratings für Verbraucher ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium im Kaufprozess sind, hat die Konsumentenbefragung unserer Trend Radar-Studie Anfang des Jahres deutlich gezeigt”, sagt CEO Dr. Georg Tacke. “Nun sehen wir, dass die Unternehmen beginnen, sich mit dem Thema Kundenbewertungen auseinanderzusetzen. Aber ihre Maßnahmen befinden sich meist noch in einem frühen Stadium. Viele Unternehmen wissen einfach nicht, wie sie das Thema Ratings anpacken sollen. Das erinnert mich an die Unsicherheit, die anfänglich auch bei der Digitalisierung geherrscht hat: Allen war klar, dass es Handlungsbedarf gibt, aber kaum jemand wusste, was genau zu tun war.”

Chancen und Risiken von Ratings für Markenbildung, Absatz und Preisgestaltung

81 Prozent der befragten Unternehmen sind überzeugt, dass Produkt-Ratings einen Einfluss auf Markenaufbau und Imagebildung haben. Damit zeigen sie ein gutes Gespür für das Verhalten ihrer Kunden: Denn ein Drittel der Konsumenten würde derzeit auf ein Produkt einer anderen Marke wechseln, wenn dieses besser bewertet ist, wie die Ergebnisse der Konsumentenbefragung (Teil 1 der Trend Radar-Studie Anfang des Jahres) zeigten.

Ebenso haben die meisten Unternehmen erkannt, was für ein wichtiger Treiber Kundenbewertungen für das Absatzvolumen und Pricing sind: 82 Prozent der Befragten geben an, dass gute Produkt-Ratings ihr Absatzvolumen steigern, und über zwei Drittel sagen, dass positive Bewertungen höhere Preise ermöglichen. “Dennoch ist ihnen auch klar, dass schlechte Ratings im Umkehrschluss auch Risiken bergen – und zu sinkenden Absatzmengen führen bzw. eine Preissenkung nötig machen können”, warnt Tacke.

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