6 Fragen an Reinhold Meinl


 

Im letzten Jahr hat sich Meinl mit seinem Messe-Engagement zurück gehalten – in diesem Jahr ist das Unternehmen mit seinen starken Marken wie Meinl, TAMA, Ibanez und Ortega wieder als Aussteller dabei. Im „Messe-Talk“ nannte uns Firmenchef Reinhold Meinl die Gründe für diese Entscheidung.

Rienhold Meinl

  1. Im vergangenen Jahr war Ihr Haus mit wenigen Marken auf der Musikmesse vertreten – in diesem Jahr stellen Sie wieder aus. Darunter Ihre Markenflaggschiffe Meinl, TAMA, Ibanez und Ortega. Was hat Sie zu diesem großen Engagement bewogen? 

Reinhold Meinl: Mich hat das neue Messe-Konzept, das mir Herr Kurzawski und Herr Biwer präsentiert haben, voll überzeugt. Innerhalb einer Stunde ist bei uns im Hause die Entscheidung gefallen – eine Entscheidung übrigens, die alle unsere Mitarbeiter mitgetragen haben.

  1. Was hat Sie an diesem Konzept überzeugt?

Reinhold Meinl: Mich hat überzeugt, dass sehr viel Wert auf den Markenbereich gelegt wird. Da wir uns als Hersteller und Anbieter von echten Marken sehen, war das für mich ein schlagkräftiges Argument.

  1. Denken Sie, wenn es um Branding, um Markenbildung geht, sind Messen immer noch eine hervorragende Plattform?

Reinhold Meinl: Genau, nach wie vor! Es kommen zwar weniger Besucher als früher – leider zählen dazu auch sehr viele Händler aus dem Inland. Somit wird der Schwerpunkt verstärkt auf den Endkunden gelegt – und das war ein Grund, warum wir der Sache eine Chance geben.

  1. Sie sagen, dass Sie es schade finden, dass sich die Fachhändler mit ihrem Messe-Engagement zurückhalten. Warum halten Sie das für einen Fehler?

Reinhold Meinl: Ich möchte betonen, dass uns der Fachhandel enorm wichtig ist. Das sind unsere Partner, von denen wir leben. Ich würde mir als Fachhändler aber auf jeden Fall die Zeit nehmen, um auf die Messe zu gehen – auch wenn ich eine Übernachtung einplanen müsste.

Aber letztendlich muss das natürlich jeder für sich entscheiden: Sind andere Dinge wichtiger oder nimmt man sich die Zeit, um auf die Messe zu gehen? Wegen der Produktneuheiten, aber auch wegen der persönlichen Kontakte. Ich bin mir nicht zu schade, mich persönlich hinzustellen. Wir haben keine Zone, in der man sich bequem hinsetzen kann. Das heißt, ich muss es aushalten, zehn Stunden lang zu stehen. Das ist aber kein Problem, im Gegenteil: Das ist gut. Ich würde es jedem empfehlen.

  1. Wie sehen Sie das Drum und Guitar Camp als Messeneuheit?

Reinhold Meinl: Bereits letztes Jahr hielten wir es für eine gute Idee – in Kombination mit unseren Marken war das einer der Gründe, es als Aussteller wieder zu versuchen.

  1. Haben Sie das Standkonzept für die Messe in diesem Jahr neu angepasst?

Reinhold Meinl: Die Messe macht ein Angebot, bei dem sie den Standbau übernimmt. Aus diesem Grund folgen wir schon dem Konzept der Messe. Wir haben zwar auch selbst etwas zu tun, dennoch übernimmt die Messe viel und das bezahlen wir auch. Die Stände sind nicht riesengroß und wir schauen, dass die Kosten nicht nach oben gehen. Wenn wir das zulassen würden, wäre dies vielleicht ein Hindernis für die Zukunft. Deswegen müssen wir den Ball kostenmäßig flach halten. Kein Fachhändler und auch kein Endkunde erwartet Luxusstände. Sie wollen die Produkte sehen und hören.

 

Das Gespräch führte Gunther Matejka

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