6 Fragen an: Stefan Kömpel, Geschäftsführer der Conrad Mollenhauer GmbH


Die Conrad Mollenhauer GmbH steht wie kaum ein anderes Unternehmen für das Musikinstrument „Blockflöte“. Im letzten Jahr stellte das in Fulda ansässige Unternehmen von etwa 150 verschiedenen Modellen insgesamt rund 30.000 Instrumente her – mit steigender Tendenz zu immer hochwertigeren Instrumenten.

Damit die Traditionsfirma auch weiterhin auf Steigflug bleibt, ist Mollenhauer als Aussteller ein Stammgast der Musikmesse. Wir sprachen mit Geschäftsführer Stefan Kömpel über den anstehenden Branchentreff und das Image der Blockflöte.

Was können Sie über Ihren diesjährigen Messe-Auftritt sagen? 

Wir setzen in diesem Jahr bei den Neuheiten auf Instrumente aus europäischem Kirschbaumholz, welches sich aufgrund seiner besonderen Eigenschaften für tiefe Blockflöten eignet: Daraus gebaute Instrumente sind extrem leicht und zeigen vorteilhafte Resonanzeigenschaften. Gerade für kleine oder ältere Leute sind sie besser zu halten und ihr voluminöser Klang überzeugt selbst Profis.

Was erwarten Sie sich von der Musikmesse 2019?

Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Händler den Weg nach Frankfurt finden werden, vor allem auch aus Europa und Übersee. Aufgrund der weiter zunehmenden Konzentration im Musikfachhandel gehen wir hier von einem weiteren, leichten Rückgang bei der Anzahl von Fachhandelsbesuchern aus. Umso mehr wollen wir jedoch die Intensität dieser persönlichen Gespräche ausbauen. Die Musikmesse spielt bei Neukundenkontakten eine nach wie vor herausragende Rolle. Dabei muss sie effektiver und lohnenswerter Treffpunkt für Handel und Musiker bleiben und an ihrer Gesamtattraktivität arbeiten.

Warum bleiben Sie dem Event treu?

Nach wie vor ist die Musikmesse Frankfurt in Europa der beste Treffpunkt für unsere internationalen Handelspartner. Und Frankfurt liegt sehr nahe bei Fulda, sodass wir auf großer Standfläche fast unser gesamtes Sortiment zeigen können.

Wie steht es heute um das Image der Blockflöte? 

Seit es praktisch jedes moderne Musikinstrument auch in preisgünstigen und kindgerechten Ausführungen gibt, ist die Blockflöte heute nicht mehr „das“ einzige Anfängerinstrument. Wer sich jedoch für sie entscheidet, tut dies meist ganz bewusst und bleibt dem Instrument in der Regel treu. Somit findet die Blockflöte laufend neue Anhänger. Erfreulich ist, zum Beispiel, dass die elektro-akustische Blockflöte Elody immer mehr in den Musikschulen Fuß fasst. Somit können interessierte Jugendliche an den Bandprojekten ihrer Kollegen teilnehmen und mithilfe von Effektgeräten ebenso lautstark Soundexperimente machen, wie E-Gitarristen oder Keyboards.

Was sind derzeit Ihre stärksten Märkte?

Deutschland ist nach wie vor das Mutterland der Blockflöte, wenn auch nicht mehr ganz so weit herausstechend wie noch vor 20 – 30 Jahren. Dann sind die USA, Japan, Taiwan sowie Frankreich, England und Österreich sehr wichtige Abnehmerländer.

Vor einiger Zeit begannen Sie mit dem Vertrieb nach China. Wie hat sich das Business entwickelt? 

Durch die Hochschätzung traditioneller europäischer Werte speziell im ostasiatischen Raum steigt auch das Interesse an den entsprechenden deutschen Markenprodukten. Gerade für gehobene musikalische Ansprüche in Teilen des chinesischen Schulsystems scheinen unsere Holzinstrumente gut im Kurszu stehen.

Gunther Matejka

 

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