DFG fördert Forschungsvorhaben „Besser älter werden mit Musikunterricht“


Mit rund 427.000 Euro für zunächst drei Jahre fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Forschungsvorhaben „Besser älter werden mit Musikunterricht“ von Prof. Dr. med. Eckart Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin (IMMM) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Gitarre Musik

 

Gemeinsam mit einem Genfer Forschungskonsortium und Prof. Tilmann Krüger, Medizinische Hochschule Hannover, soll erforscht werden, in welcher Weise Musikmachen im höheren Alter die Denkfertigkeiten und die Lebensqualität älterer Menschen steigern kann.

Zum ersten Mal soll die Auswirkung von Klavierunterricht bei älteren Menschen mit modernster Neuroimaging-Technologie analysiert werden: Mehr als 100 Senioren (64 bis 76 Jahre) aus Deutschland und der Schweiz erhalten ein Jahr lang entweder Klavierunterricht oder theoretische Ausbildung zur Musikgeschichte. Die Probanden werden im Zeitraum drei Mal auf kognitive, perzeptuelle und motorische Fähigkeiten getestet. Darüber hinaus werden Veränderungen der Hirnstruktur und der Hirnfunktion mit der Magnetresonanztomographie erfasst.

„Wir erwarten positive Effekte durch intensives Klaviertraining nicht nur für das subjektive Wohlbefinden, sondern auch für das  Arbeitsgedächtnis und das Hörvermögen. Das wird auch von positiven Auswirkungen auf die Hirnfunktion und Hirnstruktur begleitet sein“, erläutert Eckart Altenmüller. „Wir können vermutlich zum ersten Mal demonstrieren, dass Musizieren maßgebliche Auswirkungen hat, indem es Alterungsprozessen entgegen wirkt und so einen entscheidenden Beitrag zum ‚erfolgreichen Altern‘ leistet.“

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