Eine Gesellschaft ohne kulturelles Leben verliert ihre Verständigungsbasis


In der Sendung „Jazz & World“ des WDR 3 sprach Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, in einem Eingangsstatement über den „Lockdown Light“ und dessen Auswirkungen auf die Kulturbranche.

Konzerthaus von Pixabay

Der zweite Lockdown in diesem Jahr sei für die gesamte Kulturbranche katastrophal, obwohl die Überbrückungsmaßnahmen in ihrer Ausdifferenzierung die Situation schon abmilderten. Die aktuelle Notsituation werde dadurch allerdings nicht gelöst.

Es komme nun darauf an, dass die Orte kultureller Begegnung – zu denen er auch den Sport und die Gastronomie zählt – ab Dezember wieder geöffnet würden. So hätten sich Hygienekonzepte bewährt und gezeigt, dass es intelligentere Eindämmungsmaßnahmen gebe als den „Lockdown Light“, der sich auf die Kultur auswirke, während die Einkaufsstraßen weiterhin gut besucht blieben.

Deshalb appelliere der Deutsche Musikrat an die Ministerpräsidentenkonferenz und die Bundeskanzlerin, bei den nächsten Verhandlungen zu beschließen, kulturelles Leben wieder zu ermöglichen. Denn eine Gesellschaft ohne kulturelles Leben, so Höppner weiter, verliere ihre Verständigungsbasis. Die gesamte Sendung zum Nachhören gibt es hier.

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