Freie Musikschulen fordern: Musikalische Bildung sollte steuerlich absetzbar sein


Geigenspielerin

Der Bundesverband der Freien Musikschulen hat sich mit einem konkreten Forderungskatalog an die kommende Bundesregierung gewandt:

  • Die Kosten außerschulischer kultureller Bildung sollen insbesondere für Familien mit Kindern steuerlich absetzbar sein.
  • Gemeinnützige Musikschulen sollen unabhängig von ihrer Trägerschaft (kommunal oder nicht kommunal) gleichberechtigt gefördert werden.
  • Die Inanspruchnahme von qualifiziertem Musikunterricht bei privaten Musikschulen oder selbständigen Musiklehrkräften soll gefördert werden. Dazu soll ein Fördersystem entwickelt werden, das den einzelnen Schüler direkt fördert.

Mit diesen Forderungen setzt sich der Bundesverband für die Stärkung der kulturellen Teilhabe und der Förderung des Musikunterrichtes ein. „Familien, die ihren Kindern das Erlernen eines Musikinstrumentes ermöglichen, leisten einen elementaren Beitrag nicht nur zur Bildung ihres Kindes, sondern auch zum kulturellen Leben unserer Gesellschaft. Die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten dieser Bildung ist lange überfällig.“, so Mario Müller, Bundesvorsitzender des Musikschulverbandes. Qualifizierter Musikunterricht muss auch bei freien Musikschulen gefördert werden. Daher fordert der Bundesverband der Freien Musikschulen, dass alle gemeinnützigen Musikschulen in gleicher Weise öffentliche Förderung erfahren.

Ungefähr die Hälfte aller Musikschülerinnen und Musikschüler in Deutschland erlernen ihr Instrument jedoch bei einer privaten Musikschule oder einer privaten Lehrkraft. Der Bundesverband sieht es als notwendig an, auch für diesen Unterricht eine Möglichkeit zur öffentlichen Förderung zu schaffen. Mit den Bildungs- und Teilhabegutscheinen verfügen die Kommunen bereits jetzt über ein etabliertes System zur individuellen Förderung von Kindern. Es ist nötig, solche Gutscheine höher zu dotieren als bisher und grundsätzlich jedem Kind und Jugendlichen zu gewähren, das bzw. der ein Instrument lernt.

Mario Müller: „Wenn Deutschland auch in zehn Jahren noch ein Land der Musik sein soll, müssen wir etwas dafür tun. Es muss endlich ein einheitliches, transparentes und teilhabegerechtes Fördersystem gefunden werden, deutschlandweit“.

 

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.