HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung sinkt auf ihr niedrigstes Niveau 1


Nach dem Rückgang im Vormonat ist das HDE-Konsumbarometer im Januar weiter gefallen und weist einen aktuellen Wert von 99,30 Punkten auf. Dieser Wert markiert den bisherigen Tiefststand, seitdem es berechnet wird. Damit hat der Konjunkturpessimismus der privaten Haushalte zu Beginn des Jahres 2019 weiter zugenommen. Ähnlich wie Unternehmen und Konjunkturforschungsinstitute erwarten die Verbraucher eine Abkühlung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums.

„Das HDE-Konsumbarometer zeigt, dass sich die Stimmung der Verbraucher im Vergleich zum Vormonat verschlechtert hat. Und auch im Vorjahresvergleich schneidet der Januar 2019 nicht gut ab“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das HDE-Konsumbarometer liegt seit dem 2. Quartal 2018 jeweils unter dem Niveau des Vorjahres.

Der HDE fordert deshalb überzeugende und rasche Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher, um die gute Binnenkonjunktur auf Dauer zu stärken. „Die Binnenkonjunktur braucht positive Impulse. Gerade kleine und mittlere Einkommen sollten deutlich entlastet werden“, so Genth weiter. Als Zeichen der Verlässlichkeit von Politik sei es außerdem wichtig, den Solidaritätszuschlag – so wie ursprünglich zugesagt – zu streichen oder zumindest abzubauen.
Neben der Verbraucherstimmung kühlt sich auch die Stimmung der Unternehmen ab und die Konjunkturprognosen sinken. Während die zurückgehenden Erwartungen in den letzten beiden Monaten noch von einer steigenden beziehungsweise stabilen Anschaffungsneigung vor dem Weihnachtsfest kompensiert wurden, ist dies zu Anfang des Jahres 2019 nun nicht mehr zu erwarten. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland werde weiterhin von einigen geopolitischen Risiken geprägt: Dabei stehen die Handelskonflikte mit den USA im Mittelpunkt. Aber auch von der immer noch nicht abschließend geklärten Umsetzung des Brexit gehen Unsicherheiten aus.

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Ein Gedanke zu “HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung sinkt auf ihr niedrigstes Niveau

  • Jay Rivers-Reibholdt

    Es sind nicht nur die marktüblichen Probleme die derzeit gerade hier Europa überraschen.
    Auch generell ist der Euro nicht mehr so locker im Portemonnaie der Verbraucher.
    Zudem zeigt der Markt reale Überproduktionen: Zuviel…von Allem, ein den Verbraucher,
    Konsumenten überforderndes Überangebot, dazu Preiskonstellationen die nicht überzeugen.
    Wenn Hersteller schon “Black Friday, Super Monday usw…” anbieten, bleibt der Handel selbst
    nicht verschont und wird zudem unglaubwürdig.
    Kein Wunder wenn Geiz ist Geil und Preis angebote unter Niveau die Folge sind. Der Verbraucher
    kann derzeit feilschen und wer nicht darauf eingeht bleibt auf seinem Bestand – sitzen-!
    Da hilft weder eine Messe noch lockende Werbeversprechen.