Nach über 50 Jahren muss Haus der Musik Trekel schließen 1


Nach über 50 Jahren muss das Haus der Musik Trekel in Hamburg schließen. Das Geschäft wird am 30. September geschlossen.

Auf der Website des Musikhauses heißt es: „Wir sind unendlich traurig, unser Unternehmen, wie es unsere Eltern vor über 50 Jahren gründeten und wir in den letzten Jahren weiter führten, nun schließen zu müssen. Wir haben einen großartigen Kundenkreis, wir haben jede Menge Aufträge, wir haben in unserem örtlichen Ladenlokal einen regen Kundenbesuch. Wir haben ein umfassendes Netzwerk, die besten MitarbeiterInnen, die man sich denken kann und natürlich unser Herzblut, mit dem wir unser Unternehmen füllen. Und dennoch reicht das nicht aus, um unsere Existenz zu sichern.

Voraus geschickt sei: Wir sind Teil einer Entwicklung, die dazu geführt hat, dass vor uns schon jede Menge anderer Musikgeschäfte geschlossen haben. Wie viele Geschäfte unserer Art gibt es denn noch in Deutschland? Sowohl dem inhabergeführten Einzelhandel als auch der Kultur geht es zu großen Teilen finanziell nicht gut.“

Der Joachim-Trekel-Musikverlag bleibt in der Hand von Maren und Uwe Trekel und wird weitergeführt.

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Ein Gedanke zu “Nach über 50 Jahren muss Haus der Musik Trekel schließen

  • knorrz

    Es wäre grundsätzlich nett, wenn hier die Meldungen ordentlich datiert würden. Vielleicht bin ich ja zu blöd, aber ichfinde einfach kein Datum für die Meldung.
    However, ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass das suggerierte Szenario “wieder töten das Internet und die bösen Großhändler ein Geschäft” nur zum Teil richtig ist. Man sollte vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass der größte online-Musikinstrumenten-Händler – fängt mit T an, nicht mit A, da A kein derart vollständiges Musik-Angebot bislang zusammengebracht hat – auch einstmals recht klein angefangen hat und ganz einfach durch Folgen der Entwicklung des Marktes und des Bedarfs der Kunden heute eine gigantische Größe erreicht hat, gegen die, zugegeben, schwer anzukommen ist. Dieser T zahlt aber als in DE ansäßiges Unternehmen schon brav Steuern.
    Vielfach – und ich fürchte auch hier – ist das eigentliche Problem “ich will mich nicht verändern”. Einen ersten Kritikpunkt sehe ich schon bei den Öffnungszeiten. Ein moderner Musikhändler sollte heutzutage keine Mittagspause mehr haben und wenigsetns bis 1900 offenhalten, am Samstag bis 17 oder 18 Uhr. Der Kunde ist oft nicht hauptberuflich Musiker und muss sich in seinem Dayjob an Bürozeiten halten. Stehe ich mittags bei einem Geschäft vor verschlossenen Türen, denke ich immer “wegen Reichtums geschlossen”.
    Das Nächste ist das Sortiment, die Zielgruppe, wie groß positionieren wir uns…
    Es gibt auch genügend “kleine” Händler, die sich trotz der Marktübermacht anderer ganz gut über Wasser halten können, meist mit interessanten Ideen.
    Es ist immer eine große Verschwendung, wenn ein Geschäft zusperrt, und vielleicht ist es ja besser, das zu tun, wenn es noch lebt, also kontrollierter Selbstmord a la “lieber aufhören solange es noch schön ist”, als wenn man schon mit hunderttausenden in der Kreide steht und die Gehälter nicht zahlen kann.
    Jedoch sind die Betreiber so ehrlich, zu schreiben, dass es ihnen eigentlich geschäftlich so schlecht nicht geht – die Auftragslage sei ja gut.
    Da wundert man sich doch, ob es nicht noch weitere Gründe gibt, z.B. dass die zukünftigen Erben das nicht mehr machen wollen.
    Aus meiner Sicht haben aber alle jene Händler, die besonders laut jammern, ein Problem mit dem Kundenzulauf und wollen sich nicht zu mehr Service, mehr kundenfreundlichem Agieren hinbewegen. Wobei “Hinbewegen” das eigentliche Zauberwort ist. Dass Trekel wegen nicht kostenfreier Rücksendung beschimpft wurde, muss beispielsweise schon lange zurückliegen, da die Konkurrenz aus Usa dies auch schon längst nicht mehr macht.
    Ich möchte an dieser Stelle noch daran ernnern, dass Gigant Apple einst relativ nahe an der Pleite gestanden hat, als Mitgründer Jobs wieder zurückkam und die Firma recht radikal umbaute.