Shure Initiative gegen Produktfälschungen


Wie Shure Incorporated jetzt bekannt gibt wurde bereits im Oktober 2018 eine Razzia in einer chinesischen Fabrik durchgeführt, die Plagiate herstellt: Enping Soundpu Electronics Equipment (auch bekannt als Voxpu Electronics Equipment).

Die Aktion vor Ort wurde von Shure initiiert und in enger Zusammenarbeit mit dem Enping Public Security Bureau (PSB) und der Enping Administration of Industry and Commerce (AIC) ausgeführt. Die Fabrik hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt Fälschungen hergestellt und vertrieben und war daher den Strafverfolgungsbehörden von Enping bekannt. Soundpu bekam bereits im August 2018 eine Geldstrafe von der Enping AIC auferlegt, nachdem auf dem Werksgelände im Rahmen einer routinemäßigen Untersuchung gefälschte Shure Drahtlosmikrofone gefunden wurden.

Neben Shure waren auch andere führende Audiounternehmen von Fälschungen der Fabrik betroffen, darunter Sennheiser, Yamaha und HARMAN. Zu den beschlagnahmten Produkten zählten drahtlose Mikrofone und Empfänger, Konsolen, Verstärker sowie Prozessoren. Shure leitete daraufhin die notwendigen Schritte ein, um eine Strafverfolgung aufgrund Fälschungen und Missachtung geistiger Eigentumsrechte gegen den Inhaber und die Manager von Soundpu zu eröffnen.

„Fälschungen sind ein anhaltendes Problem für die Audiobranche und wir setzen alles daran, diese zu bekämpfen“, sagt Chris Schyvinck, Präsident und CEO von Shure. „Shure sieht sich in der Pflicht, seine Kunden vor minderwertigen Plagiaten zu schützen und sicherzustellen, dass sie bei jedem Kauf eines Produkts mit dem Namen Shure auch die Qualität eines echten Shure Produkts erhalten.“

Sennheiser, Yamaha und Harman werden Shure bei der bevorstehenden Strafverfolgung von Soundpu unterstützen.

„Unser kollektives geistiges Eigentum ist gefährdet und wir sind froh, in dieser Angelegenheit eng mit Sennheiser, Yamaha und Harman zusammenzuarbeiten. Wir empfehlen unseren Kunden, professionelle Audioprodukte immer nur bei autorisierten Händlern zu kaufen“, fügt Schyvinck hinzu.

„Marken- und Produktpiraterie ist ein Problem, das ernst genommen werden muss. Wie in anderen Branchen auch, sind Audiounternehmen, die hochwertige Markenprodukte herstellen, von der Marken- und Produktpiraterie besonders betroffen“, so Dr. Andreas Sennheiser, Co-CEO von Sennheiser.

„Gefälschte Produkte verärgern nicht nur die Kunden, indem sie ein schlechtes Produkterlebnis bieten, das nicht dem Versprechen der Marke entspricht. Diese billigen Fälschungen sind auch qualitativ unzureichend und in manchen Fällen sogar gefährlich. Das schadet der gesamten Branche und wir begrüßen gemeinsame Maßnahmen gegen Verstoße, um die Verbraucher besser zu schützen“, erklärt Daniel Sennheiser, Co-CEO von Sennheiser.

„Yamaha war bereits seit langem aktiv im Kampf gegen gefälschte Produkte und hat sich beispielsweise durch Zivilklagen, Polizeirazzien, Zollsperren und aufklärende Werbung weltweit engagiert, insbesondere in China“, betont Takuya Nakata, Präsident und Representative Executive Officer der Yamaha Corporation. „Wir haben dies getan, weil wir fest davon überzeugt sind, dass diese Aktivitäten nicht nur unsere Kunden und Endanwender vor minderwertigen Plagiaten schützen, sondern auch das Vertrauen in unsere Marke wieder stärken werden. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, mit Shure, Sennheiser und Harman zusammenzuarbeiten, um solche Aktivitäten zu beschleunigen.“

„HARMAN setzt sich für den Schutz der Integrität und des Images seiner Marken ein und wird sich entschieden gegen die nicht autorisierte Nutzung unseres geistigen Eigentums wehren“, sagt Mohit Parasher, EVP und Präsident HARMAN Professional Solutions. „Wir werden weiterhin mit führenden Herstellern wie Shure, Yamaha und Sennheiser sowie Ermittlern und Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, um unsere Namen, Designs und Marken zu schützen. Es ist wichtig, dass wir sicherstellen, dass unsere Kunden vor gefälschten Produkten geschützt werden.“

Weitere Informationen unter: commercialintegrator.com

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