SOMM und GDM fordern uneingeschränkte Öffnung des Musikalienhandels


Nach den aktuellen Entscheidungen der Bundesregierung und der Landesregierungen, haben sich die SOMM und der GDM mit deutlichen Forderungen zur Optimierung der beschlossenen Maßnahmen an die verantwortlichen Politiker gerichtet, darunter das Bundeswirtschaftsministerium, das Staatministerium für Kultur und Medien, die MinisterpräsidentInnen der Länder, die Abgeordneten der Ausschüsse für Kultur und Medien sowie Wirtschaft und Energie und die KulturstaatsministerInnen der Länder.

In dem dreiseitigen Schreiben begrüßen die Verbände die bisher getroffenen Maßnahmen, fordern jedoch dringlich umfangreiche Nachbesserungen:

“Jedoch ist es aus unserer Sicht nicht akzeptabel, dass die Öffnung von Geschäften von der Betriebsgröße und Verkaufsfläche abhängig gemacht wird. […] Die hier scheinbar zufällig getroffenen Entscheidungen in Bezug auf die Berücksichtigung von Ladengeschäften bis zu 800 qm Verkaufsfläche, entzieht sich jeglichen sachgerechten und sachorientierten Problemlösungen und ist wettbewerbsverzerrend und diskriminierend.”

Insbesondere sei die eklatante Ungleichbehandlung zu anderen Branchen nicht nachvollziehbar, ganz im Gegenteil könne gerade der Musikfachhandel, auch mit größerer Ladenfläche, die gebotenen Sorgfaltspflichten gewährleisten:

“Gerade Geschäfte, die eine Vielzahl an Produkten und eine große Auswahl für den Verbraucher vorhalten, benötigen eine entsprechend große Fläche (ähnlich der Kfz-Händler oder in der Möbelbranche), um die Waren zu präsentieren. […] Was in Baumärkten, Fahrradgeschäften oder Buchläden funktioniert, muss auch im Musikfachhandel möglich sein. Es ist unverständlich, warum der Buchhandel seine Produkte unabhängig von der Ladengröße verkaufen darf, der Musikfachhandel, der Noten und Musikbücher verkauft, aber eingeschränkt ist.”

Daher die klare Aufforderung der Verbände an die Politik:

“Die SOMM- Society Of Music Merchants e. V. und der GDM – Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte e. V. appellieren mit Nachdruck, dass die Wiederöffnung von allen Musikfachhändlern (unabhängig von Verkaufsflächen) empfohlen wird, um wirtschaftliche Verwerfungen im Rahmen zu halten, der derzeit vorherrschenden massiven Wettbewerbsverzerrung ein Ende zu setzen und eine geistige Grundversorgung aufrechtzuerhalten.”

 

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