Demonstration für die Veranstaltungsbranche „#wirfüreuch“ in Frankfurt a. M.


Für den 4. August 2020 ist in Frankfurt a. M. eine Demonstration für die Belange der Veranstaltungsbranche während der Corona-Pandemie geplant. Gleichzeitig will man über den Hashtag #wirfüreuch auf die Lage aufmerksam machen. Die Demonstration startet um 17 Uhr an der Konstabler Wache. 

Die Initiative wurden von den Organisatoren Jana Radomski, Matthias Langhammer, Johannes Napp, Florian Kunz, Alessandro Schnörch und Dennis Fraizer ins Leben gerufen. Ausgehend von der Konstabler Wache in Frankfurt am Main startet um 17:00 Uhr ein Protestmarsch Richtung Willy-Brandt Platz, zur Alten Oper, dann Richtung Kurt-Schumacher Str. und wieder zurück zur Konstablerwache.

Kulturschaffende, Musiker, Veranstalter, Caterer, Veranstaltungstechniker, Kulturinteressierte, Rigger, Messebauer, Security-Firmen und alle weiteren Dienstleister der Veranstaltungs- und Kulturbranche sowie alle Sympathisanten (Konzertgänger und Kulturinteressierte) sind herzlich willkommen.

Das Ziel der Demonstration ist die Etablierung eines Dialogs mit der Politik im Hinblick auf mögliche Soforthilfen, neue maßgeschneiderte Formen von Überbrückungsgeldern, einer Erweiterung des erleichterten Zugangs zur Grundsicherung für z.B. Selbstständige sowie die Erarbeitung neuer Perspektiven für die gesamte Branche.

Demonstrationsaufruf

„Unbestritten ist die Veranstaltungsbranche einer der Wirtschaftsbereiche, die die Corona-Krise am härtesten trifft.

Was wenigen bekannt ist: Deutschland ist mit über 114 Milliarden Euro Umsatz Unternehmensbezogener und fast 15 Milliarden Euro Umsatz Kultur-, Sport- und öffentlichen Veranstaltungen weltweit die Nummer 3 in Sachen Veranstaltungswirtschaft (hinter den USA und China).

Zahllose Solo-Selbstständige, Freiberufler und Experten für bestimmte Gewerke – insgesamt über 1.5 Millionen Menschen – finden in Deutschland in dieser Branche, die auf Platz 6 in Deutschland sogar das Baugewerbe hinter sich lässt, ihr Auskommen! Die stimulierende Wirkung der Veranstaltungsbranche auf benachbarte Bereiche wie Hotelgewerbe, Gastronomie, Tourismus, Konzert- und Musikbetriebe sowie Messe- und Versammlungsstätten-Vermietung kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.Diese für den Wirtschaftsstandort Deutschland existenziell bedeutende Branche erlebt derzeit durch das Covid-19 Virus einen ersatzlosen Umsatzausfall von 80 – 100 %.

Wo vielen Branchen durch die gestaffelten Notmaßnahmen der Regierung gut geholfen werden kann, gestaltet sich die Situation in der Veranstaltungsbranche ganz anders. Zum einen kann nicht auf Halde vorproduziert werden, da alle Services und Gewerke immer auf die jeweiligen Events maßgeschneidert realisiert werden. Zum anderen ist die Branche so fein granuliert und in zahllose Spezialbereich unterteilt, dass die meisten kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen keine nennenswerten – im Sinne der Corona-Hilfen anrechenbaren – Fixkosten nachweisen kann.

Die bisherigen Äußerungen der Politik sehen Veranstaltungen als einen der Bereiche, die am entbehrlichsten sind und daher erst als letztes von eventuellen Lockerungen profitieren dürften. Die momentanen Regelungen (z.B. Hessen: 3qm / Person) lassen keine sinnvollen Veranstaltungsformate zu.

Neben diskutierten Abwrackprämien, Mehrwertsteuersenkungen und anderen Maßnahmen sollte es möglich sein, auch Lösungen für einen wesentlichen und oft unterschätzten ökonomischen Bereich unserer Wirtschaft zu finden: Die Veranstaltungsbranche!“

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