Frankfurter Messegelände fährt hoch


Behutsam und unter strenger Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen können in Frankfurt wieder Messen, Kongresse und Tagungen mit mehr als 100 Personen stattfinden. Auch die Frankfurter Buchmesse 2020 soll als physische Messe mit einem digitalen Rahmenprogramm im Oktober durchgeführt werden.

Messe Frankfurt_Sanierung Halle 6_01(Bild: Marc Jacquemin)

Hierzu kommentiert Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen: „Messen sind Marketing- und Kommunikationsplattformen für Industrie und Handel. Hier kommen Vertragsabschlüsse in Höhe von vielen Milliarden Euro zustande. Hier wird Wissen ausgetauscht, und die Wirtschaft unseres Landes wird angekurbelt. Genau das ist in der aktuellen Corona-Krise erforderlich.“

Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, sagt: „Unser Messegelände ist in jeder Hinsicht ein Aushängeschild für die gesamte Stadt. Und wenn hier bald wieder Veranstaltungen – wie unsere traditionelle Frankfurter Buchmesse – stattfinden, sorgt das für Umsätze in Hotels, Gastronomie, Taxibetrieben und bei vielen anderen Unternehmen. Nicht zuletzt werden dadurch auch Steuereinnahmen generiert und vor allem viele Arbeitsplätze gesichert.“

Bei der Messe Frankfurt herrscht Zuversicht. „Wenngleich noch nicht abzusehen ist, wie sich beispielsweise Reisevorschriften und -bedingungen entwickeln, freuen wir uns sehr, dass die Buchmesse 2020 stattfinden kann. Dies ist aus unserer Sicht eine Entscheidung mit richtungsweisendem Charakter für die Veranstaltungsindustrie und für die Wirtschaft im Allgemeinen“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. Sein für das Gastmessegeschäft sowie den Geländebetrieb verantwortliche Kollege in der Geschäftsführung, Uwe Behm, ergänzt: „Gemeinsam mit unserer medizinischen Fachberatung und im engen Schulterschluss mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt sowie mit der Unterstützung der Landesregierung haben wir ein ausgefeiltes Schutz- und Hygienekonzept zur Durchführung von Fachmessen und -kongressen auf dem Gelände der Messe Frankfurt entwickelt.“

Oberstes Gebot bei der Messe Frankfurt sei laut Geschäftsführung der Messe Frankfurt die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Mitarbeiter, Aussteller und Besucher. Das Frankfurter Messegelände biete mit seiner Gesamtfläche von rund 600.000 qm – das entspricht 84 Fußballfeldern – ausreichend Platz für viele Menschen, bei gleichzeitiger Einhaltung von erforderlichen Sicherheitsabständen.

Zum einen würden Messen und Kongresse verantwortungsbewusste Menschen mit geschäftlichem Interesse empfangen, zum anderen könnten die Besucher mit einem professionellem Crowdmanagement und einer aktiven Führung vorausschauend gesteuert werden. Hinzu kämen ein professionelles Hygienemanagement unter medizinischer Fachberatung und die Bereitstellung von großen Mengen an Frischluft in den Messehallen. Die gesamte Hallenluft könne bis zu fünf Mal pro Stunde durch Frischluft ausgetauscht werden.

Zu den Maßnahmen gehören auch Bereitstellung von Schutzausrüstung wie Mund- und Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel etc. und die Sicherstellung einer medizinischen Versorgung und ärztlichen Fachberatung. Weiterhin werden die Intervalle der Gebäudereinigung intensiviert und Mitarbeiter, Hostessen, Aufzugsführer, Service- und Gastronomiepersonal geschult.

Es erfolge eine umfangreiche Vollregistrierung aller Veranstaltungsteilnehmer, die maximale Besuchermenge sei limitiert. Tickets würden zu definierten Tagen bzw. anhand von Einlass- Zeitfenstern ausgestellt. Eine zusätzliche Belastung des ÖPNV werde vermieden durch die Anreiseempfehlung mit dem Pkw sowie großzügige Parkierung und Verkehrsangebote. Nahe Kontakte würden durch kontaktlose Zutrittskontrollen, elektronische Zutrittskarten und elektronische Bezahlung vermieden. Mit verbreiterten Gängen bzw. Einbahnstraßenregelungen in den Hallen werde das Abstandsgebot eingehalten. „Gedränge und Enge wird es mit unserem Schutzkonzept in den Frankfurter Messehallen nicht geben!“ betont Behm.

Mittels der vielfältigen Maßnahmen werde das Schutz- und Hygienekonzept der Messe Frankfurt in Anlehnung an die aktuelle Corona Schutzverordnung des Landes Hessen der gegenwärtigen Lage mehr als gerecht. Nach wie vor sei die Situation volatil und nicht verlässlich zu prognostizieren. Daher sei die Messe Frankfurt selbstverständlich auch darauf vorbereitet, in enger Abstimmung mit den Behörden bei Notwendigkeit zusätzliche Maßnahmen wie z.B. Temperaturscreening an den Eingängen zu ergreifen.

Die aktuelle, verlässliche Entscheidung für die Durchführung von Fachmessen und -kongressen auf dem Gelände der Messe Frankfurt würde einen erhellenden Lichtblick für zukünftige persönliche geschäftliche Begegnungen und Erfolge sowie für das Erleben von Produkten bilden.

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