Kampagne: CEOs namhafter Unternehmen setzen auf reale Events


Zum Start der Kampagne „Restart Live-Business“ haben der FAMAB Kommunikationsverband e. V. und das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot Zitate aus der Wirtschaft veröffentlicht, die die Bedeutung von realen Veranstaltungen unterstreichen.

Kampagne Restart-Live-Business(Bild: FAMAB / AlarmstufeRot)

„Digitale Streaming-Events können das Live-Business durchaus ergänzen, aber keinesfalls ersetzen.“ „Wir brauchen den realen Meeting- und Kommunikationspunkt.“ Führende Unternehmenschefs wollen zurück zu Präsenzveranstaltungen und machen in Statements deutlich, dass Messen, Corporate Events, Produktpräsentationen, Kongresse ein unverzichtbarer Bestandteil des Wirtschaftslebens sind. Der FAMAB und#AlarmstufeRot hatten Manager aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen gebeten, mit einem Statement die große Bedeutung der Veranstaltungswirtschaft zu belegen – die Zitate werden ab sofort in den kommenden Wochen in den Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

„Wenn in der Politik und in der Öffentlichkeit von Veranstaltungen die Rede ist, sind in der Regel kulturell oder Sportveranstaltungen gemeint. Dabei liegt das Schwergewicht der Veranstaltungsbranche bei den wirtschaftsbezogenen Veranstaltungen“, erklärt Jörn Huber, Vorstandsvorsitzender der FAMAB. „Die Statements der Manager untermauern unsere Forderungen nach einem verlässlichen Plan für den Re-Start, zeigen sie doch, dass wir alles andere als im luftleeren Raum argumentieren.“

Die Unterstützung der Veranstaltungswirtschaft zieht sich quer durch alle Branchen: Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, bezieht ebenso Stellung wie Axel Kaldenhoven, CEO Schmidt Spiele GmbH, und Oliver Jäger, Leiter WDR mediagroup GmbH. Dr. Achim Schloemer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH, stellt fest: „Etwa 20% unseres Geschäftserfolgs gehen auf Veranstaltungsformate an Bord unserer Schiffe zurück. Kern und Erfolgsgeheimnis dieser Veranstaltungen ist das Zwischenmenschliche persönlicher Begegnungen.“

FAMAB und #AlarmstufeRot fordern seit Wochen einen verlässlichen Fahrplan für den Re-start des sechstgrößten Wirtschaftszweigs Deutschlands, der sich faktisch seit zwölf Monaten im Lockdown befindet. Zudem setzen sie sich nachdrücklich für einen Ausfallfonds speziell für die Veranstaltungswirtschaft ein und fordern, dass, analog zum Automobil- oder Tourismus-Gipfel, zügig ein Kultur-, Veranstaltungs- und Kreativgipfel realisiert wird.

Eine Bestätigung ihrer Forderungen sehen FAMAB und #AlarmstufeRot auch in einem Statement von Audi-Chef Markus Duesmann. Dieser hatte sich im Januar in der Süddeutschen Zeitung für ein Ende staatlicher Hilfen und Förderungen für die Automobilbranche ausgesprochen. „Die Automobilbranche weiter zu fördern, hielte ich für vermessen“, so Duesmann. Sein Unternehmen hätte zwar während der Krise 10% Umsatzeinbußen und einen Wegfall des Gewinns verzeichnet, das sei aber „verkraftbar“. Als „tragisch“ hingegen bezeichnete er die Situation der Veranstaltungs- und Kulturbranche.

Die Statements aus der Wirtschaft:

Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG

„Das vergangene Jahr hat die gesamte Luftfahrtbranche vor extreme Herausforderungen gestellt. Frankfurt als internationales Drehkreuz für Business-Reisende leidet erheblich unter den Auswirkungen und geltenden Beschränkungen: 2019 lagen wir bei einem Geschäftsreiseanteil von rund 35%, 2020 liegen wir – nach vorläufigen Auswertungen – bei knapp 30%, insbesondere dank des noch ersten starken Quartals. Auch merken wir einen deutlichen Rückgang von veranstaltungsbezogenen Reisen zu Kongressen, Messen und Tagungen in Deutschland, da seit März 2020 kaum noch Präsenz-Veranstaltungen stattfinden. Ich hoffe, Bund und Länder werden alles daransetzen, die Veranstaltungswirtschaft vollumfänglich beim Neustart zu unterstützen, damit auch von ihr profitierende Branchen wie unsere die positiven Nebeneffekte zu spüren bekommt.“

Axel Kaldenhoven, CEO Schmidt Spiele GmbH

„Dass die Spielwarenmesse in ihrer gewohnten Form und zum üblichen Zeitpunkt Ende Januar nicht stattfinden konnte, ist aufgrund der aktuellen Situation natürlich mehr als verständlich, nachvollziehbar und richtig. Man darf nicht außer Acht lassen, welchen enormen Stellenwert die Messe für alle Verlage und Hersteller hat. Der persönliche Kontakt vor Ort zu Händlern, Einkäufern, Autoren, Produzenten und weiteren Fachbesuchern aus aller Welt trägt entscheidend zum Erfolg, zum Verkauf und der innovativen Entwicklung neuer Produkte bei. Wir begrüßen daher die Planung eines Nachholtermins im Sommer, bei dem der persönliche Austausch wieder gepflegt und dadurch wichtige Geschäftsbeziehungen vertieft und geknüpft werden können. Wir freuen uns darauf und blicken optimistisch in die Zukunft.“

Oliver Jäger, Leiter WDR mediagroup GmbH

„Als Veranstalter von überwiegend B2C-Events stellen wir gerade sehr deutlich fest, dass digitale Streaming-Events das Live-Business durchaus ergänzen, aber keinesfalls ersetzen können. Für uns ist die Nähe zum Publikum und das unmittelbare Feedback ein elementarer und zentraler Aspekt der Kundenbindung. Die Besuchersicherheit war dabei schon immer eines unserer primären Ziele. Was wir von der Politik brauchen, ist ein verlässlicher Fahrplan für den Neustart mit konkreten Rahmenbedingungen. Die Antwort auf die Frage ‚Was wird wann und unter welchen Bedingungen wieder erlaubt sein?‘ ist für viele Firmen in der Branche existentiell relevant und sollte deshalb sehr zeitnah entschieden werden.“

Dr. Achim Schloemer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt GmbH

„Die Pandemie hat gezeigt: Online ist vieles möglich. Sie hat aber auch gezeigt: Bei weitem nicht alles ist online möglich. Live-Events sind elementarer Bestandteil unseres wirtschaftlichen Handelns. Etwa 20% unseres Geschäftserfolgs gehen auf Veranstaltungsformate an Bord unserer Schiffe zurück. Dazu zählen B2B-Events wie Firmenfeiern, Networking-Veranstaltungen, Messen, Produktpräsentationen, Konferenzen und vieles mehr. Kern und das Erfolgsgeheimnis dieser Veranstaltungen sind persönliche Begegnungen. und das Zwischenmenschliche.“

Alexander Ullmann, Geschäftsführer, uma

„Jedes Geschäft beruht auf persönlichem Kontakt und Vertrauen. Sowohl der Vertrieb als auch die Präsentation von haptischen Werbeartikeln wie Schreibwaren lebt zu einem Großteil von Messen, Events, auf denen alle Sinne der Empfänger angesprochen werden. Online-Tools können dies nur ergänzen, aber nicht ersetzen. Wir brauchen den realen Meeting- und Kommunikationspunkt.“

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